Holger Wolf
 

Naturschutz

Klimawandel, Umweltverschmutzung und Artensterben. Der Raubbau an unserer Natur und damit auch unserer Lebensgrundlage schreitet immer weiter voran. Bei vielen Menschen setzt zwar ein Umdenken ein, aber in den anderen Parteien ist das noch immer nicht angekommen. Weiterhin wird auf kurzfristigen Profit geschielt, anstelle die Weichen für ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften zu stellen. In unseren Wäldern sind die ersten Folgen des Klimawandels inzwischen unübersehbar. Doch noch immer wird auch hier zu sehr auf die wirtschaftliche Bedeutung unserer Wälder geblickt.

Doch unser Wald ist soviel mehr: Refugium für zahlreiche Arten, Sauerstoffproduzent und CO2-Binder. Kühlung für die Region und Schutz vor Hochwasser und Überflutungen. Lebensraum für Tiere und ein Ort der Ruhe und Erholung für den Menschen. Wir müssen den Fokus weg vom Profit lenken, Pflanzenschutzmittel gehören aus unseren Wäldern verbannt, Naturverjüngung unterstützt und die Bodenverdichtung auf ein Mindestmaß reduziert.  Wald muß wieder Wald sein dürfen, weg von der großflächigen Plantagenwirtschaft.



Die Jagd, wie sie heutzutage ausgeübt wird, hat keinen Nutzen für den Artenschutz. Die Jagd auf Füchse stört das Gleichgewicht und sorgt für unnatürlich hohen Nachwuchs und zu wenig erfahrene Mäusejäger auf den benachbarten Äckern der Landwirte. Die Treibjagd ist ebenso wie die Bau- und Fallenjagd alles andere als tierschutzgerecht und die wahllosen Abschüsse beim Schwarzwild führten keinesfall zum Rückgang von Fraßschäden in der Landwirtschaft. Eher im Gegenteil.



Der Klimawandel stellt uns vor große Herausforderungen. Es gilt, die Erderwärmung, soweit das noch möglich ist, zu stoppen und sich auf die Folgen des Temperaturanstiegs vorzubereiten.  Veränderungen sind nicht nur in den Wäldern gefragt. Auch in unseren Kommunen gilt es, mehr Rücksicht auf Natur und Artenreichtum zu nehmen. Oberflächenversiegelnde Steingärten müssen der Vergangenheit angehören. Es gilt, heimische Stauden und Gehölze zu pflanzen, Blühflächen auf öffentlichem Grün zu schaffen und Wasserflächen für die Tiere und zur Schaffung von Verdunstungskühle anzulegen. Der bis auf die Grasnarbe geschnittene Rasen sollte der Vergangenheit angehören. Wir brauchen Bäume als Schattenspender, begrünte Dächer und Fassaden.  Der Flächenverbrauch muss zurückgehen. Es gilt, Wege zu finden, Baulücken zu schließen anstelle neue Baugebiete zu schaffen.



 
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